PayBack Punkte sammeln? Spar Dir das!

In der heutigen Zeit scheint es für viele Unternehmen modern zu sein, seine Kunden mit individuellen Kundenkarten und einem Bonusprogramm an sich zu binden. Jedes Mal, wenn man seine Kundenkarte beim Einkaufen einsetzt, werden entweder Punkte gut geschrieben, kleine Preisnachlässe gewährt oder man nimmt eventuell an einem Gewinnspiel teil.

Das kennt bestimmt jeder:
Beim Einkaufen wird man gefragt: „Haben Sie eine PayBack Karte“ oder „sammeln die PayBack Punkte„?
Antwort: „Nein danke!

Was ist PayBack?
Payback soll angeblich Deutschlands größtes Bonusprogramm sein.  Beim Einkaufen oder beim Shopping im Internet kannst Du mit der PayBack Karte Pünktchen sammeln und anschließend in Prämien eintauschen, sofern genügend Pünktchen gesammelt worden sind.

Hört sich doch erstmal gar nicht schlecht an.
Folgendes muss man dazu allerdings wissen:

Punkt eins:
Denkt ja nicht, dass der Handel hier aus Nächstenliebe handelt. Jedes Mal, wenn man seine PayBack Karte zückt und man die Pünktchen gutgeschrieben bekommt, werden sogleich schöne Daten generiert: Wann wurde was und wo etwas gekauft. Es könnte also so lauten: Jürgen Brille hat am 11.01.2018 in Berlin-Tempelhof im Drogeriemarkt DM zwei Deos für die Oma im Wert von 4,77 Euro gekauft.
Wohlgemerkt, jedes Mal, wenn das Kärtchen benutzt wird, werden solche Daten erzeugt, gesammelt, ausgewertet und weiterverarbeitet. Grundsätzlich scheint dies ganz legal zu sein, der Kunde wird dadurch aber zum gläsernen Kunden. Ob man das möchte, muss jeder für sich entscheiden, ich rate aber davon ab (Datensparsamkeit).

Punkt zwei:
Generell erhält man pro 1-2 Euro Umsatz ein Pünktchen. Das sind gerade mal 0,5% – 1%. Lohnt sich das? Nö!
Nah klar, besser als gar nichts, aber ein Skonto von knapp 1%….!?
(Der Fairness muss man sagen, dass es hin und wieder auch Aktionen gibt, wo die doppelte Anzahl an Punkten gut geschrieben werden. Wow!)
„Online Punkten“ kann man im Übrigen hier.

Punkt drei:
Punkte eintauschen.
Kurzes Beispiel an einem Produkt: „Samsung Galaxy Tab A 10.1. WiFi“ kostet „24.999 Punkte oder ab 200 Punkten + 247,99 €„.
In diversen Onlineshops bereits ab 219 Euro zu haben!

Payback - Samsung Galaxy Tab A 10.1. WiFi, schwarz
Payback – Samsung Galaxy Tab A 10.1. WiFi, schwarz

Beweis:

Es geht viel günstiger
Es geht viel günstiger

Oder:
„Apple iPad mini 4 WIFI 128GB SpaceGrau “ kostet 47.999 Punkte oder ab 200 Punkten + 477,99 €„.
In diversen Onlineshops bereits ab 439 Euro zu haben!

Payback - Apple iPad mini 4 WIFI 128GB SpaceGrau
Payback – Apple iPad mini 4 WIFI 128GB SpaceGrau

Beweis:

es geht viel günstiger...
es geht viel günstiger…

Meine persönliche Schlussfolgerung:
Prämien sind viel viel zu teuer. Meistens wird die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) vom Hersteller genommen oder das Produkt ist nur sehr wenige Prozent  günstiger als die UVP. Punkte eintauschen kann man hier.


Mein persönliches Fazit:
Spart Euch das Bonusprogramm von Payback! Die Unternehmen verdienen mit Euren Daten schönes Geld. Datensparsamkeit bitte.
Außerdem sind die Prämien ganz mies teure Prämien. Schaut der Kassierin bzw. dem Kassierer lieber tief in die Augen, das macht mehr Spaß, als seine Payback Karte zu suchen, ständig Läden suchen zu müssen, die auch wirklich die Payback-Karte akzeptieren….
ich möchte für 1% Skonto meine Einkaufsgewohnheiten nicht ändern…


Erfahrungsberichte von von seppel-spart.de Besuchern:
Es gibt Nutzer die berichten, dass sich Payback durchaus lohnen kann. “ Ich konnte innerhalb von 2 Jahren aber immerhin 155 Euro an PayBack-Punkten sammeln“. Das klingt erstmal in Ordnung. Rein rechnerisch gesehen: 155 durch 24 = 6,45 Euro Ersparnis pro Monat.

Hier ein Video zum Thema:

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seppel

32 Jahre, Sparfuchs, Weil einfach einfach einfach (oder so...)

3 Gedanken zu „PayBack Punkte sammeln? Spar Dir das!

  • 10. Januar 2018 um 11:49 AM
    Permalink

    Für das normale PayBack-Punkte sammlen mag das stimmen. Es gibt aber immer wieder Aktionen, bei denen ein vielfaches (bisheriger Höchstwert bei mir 33fache Punkeauszahlung) der Punkte gutgeschrieben wird. Ich will hier keinesfalls Werbung für PayBack machen, jeder muss selber entscheiden ob er seine Einkaufsgewohnheiten preisgeben möchte. Ich konnte innerhalb von 2 Jahren aber immerhin 155 Euro an PayBack-Punkten sammeln. Diese lassen sich übrigens, wenn auch recht versteckt, direkt aufs Konto auszahlen.

    Antwort
    • 10. Januar 2018 um 3:50 PM
      Permalink

      Hallo Andi,

      danke für den Hinweis.
      Das ist ein guter Beitrag. Ich werde diesen Aspekt über PayPal mit in dem Beitrag aufnehmen, d.h. ansatzweise scheint dann PayPal doch hin und wieder zum Sparen geeignet zu sein.

      Grüße
      Sebastian

      Antwort
  • 24. März 2017 um 9:14 AM
    Permalink

    Ich selbst nutze auch kein Payback, aber wenn man an der Kasse sieht, wieviele Menschen darauf zurückgreifen, da fragt man sich schon, ob denen klar ist, auf was sie sich da einlassen. So richtig sparen kann man dadurch nämlich auch nicht.

    Antwort

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