Landwirte gehen neue Vertriebswege

Die Landwirte in Deutschland, umgangssprachlich und altertümlich noch als „Bauern“ bezeichnet“, sind im wesentlichen Nahrungsmittelproduzenten. Schon seit ewigen Zeiten versorgen sie die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln. Und das über alle Jahreszeiten und sogar Krisen hinweg. Die Bauern sind das Rückgrat wenn es um die Versorgung der Menschen mit Ess- und zuweilen auch Trinkbaren geht. Sicherlich haben die Landwirte mittlerweile technisch und digital aufgerüstet, um den Ertrag immer mehr zu steigern und mehr Effizienz aus ihren Produkten rauszuholen. Dabei leidet diese Berufsgruppe aber auch unter den ständig wachsenden Druck der Konkurrenz. Allen voran billige Importgüter aus dem Ausland machen den Farmern zu schaffen. Denn in den zumeist östlichen europäischen Ländern können bestimmte Nahrungsmittel wesentlicher günstiger produziert werden als in Deutschland. Das hat zur Folge, dass die Bauern ständigen Preiskämpfen ausgesetzt sind, zumal bestimmte Kosten bei der Herstellung von Lebensmitteln einfach nicht mehr gesenkt werden können. Und wenn, dann nur auf Kosten der Qualität. Sicherlich gibt es auch schwarze Schafe unter den Farmern, die diesen Umstand nur zu gerne in Kauf nehmen würden. Der allermeiste und größte Teil aber ist mit Leib und Seele in diesen Berufszweig eingetreten und kämpft mehr oder weniger darum, mit seinen Produkten noch Gewinn machen zu können, also davon zu leben.

Vergessen darf man aber auch nicht, dass die Bauern zum Teil auch von den großen Ladenketten unter Druck gesetzt werden. So zum Beispiel bei der Milch, wo von vielen großen Lebensmittelkonzernen von den Farmern verlangt wird, vielleicht doch noch ein paar Cents günstiger die Milch „abzugeben“. Was aber schlichtweg für viele Landwirte gar nicht möglich ist. Ein Mindestpreis kann und darf einfach nicht unterschritten werden. Im Übrigen subventioniert die Europäische Union teils sehr stark die „bäuerliche“ Produktion, welches teilweise zu absurden Situationen und Produktvernichtungen führt…

Kluge und teils schon „unglückliche“ Bauern haben daher bereits seit einiger Zeit eine andere Strategie in den Raum geworfen. Die Landwirte suchen sich neben den klassischen Mitteln ihre Produkte abzusetzen, einfach neue Vertriebswege. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass diese neuen Wege des Vertriebes die „alten“ Absätze nicht verdrängen oder gar ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen. In der heutigen Zeit würde man sagen, dass die Landwirte in die Direktvermarktung gegangen sind. Das macht auch Sinn, denn viele Verbraucher wollen mittlerweile ihre Bauern auf den Land unterstützen, setzen auf regionale Produkte und möchte zudem lange Transportwege ihrer Lebensmittel „verhindern“, welches wiederum Co2 einspart.

Dabei gehen diesen Weg sehr unterschiedliche Leute in dieser Berufsgruppe. Hersteller von Gemüse, Fleisch, aber auch von Spirituosen, also alkoholischen Getränken, die aus den Produkten der Landwirtschaft produziert und hergestellt werden können, so zum Beispiel der klassische Sauerkirschlikör. Dabei muss es nicht bedeuten, dass diese Produkte „nur“ vor Ort gekauft werden können. Auch für uns bereits sehr bekannte Vertriebswege, wie der Onlineshop, gehören zum neuen Repertoire der technisch gewappneten Landwirte. So können wir unsere Farmer unterstützen, in dem wir eben nicht mehr unsere Nahrungsmittel nur beim Discounter oder im Supermarkt kaufen, sondern direkt beim Erzeuger. Dabei ist allzu verständlich, dass auf dem Markt nur die Hersteller zumeist Bestand haben, die auch bereit für neue Pfade sind.

Und wenn wir ehrlich sind, genießt man einen saureren, teils süßlichen und fruchtigen Tropfen am besten in dazu passende Schnapsgläser. Auch wir sollten nicht vergessen, uns ab und zu auch mal etwas zu gönnen, seien es eben Genussmittel Maßen – dem Bauer wird es freuen!

Bildtitel: thx to pixabay.com

seppel

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