Weniger Stress mit der U-Bahn

Ach je, der liebe öffentliche Personennahverkehr, kurz ÖPNV. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn, wieder andere sind da neutral. Dabei hat doch der öffentliche Personennahverkehr so seine Vorteile: Relativ günstig von A nach B zu kommen, in der Rushour mit anderen Mitmenschen so richtig schön kuscheln zu können in der U-Bahn und gefühlt an jeder Station angebettelt zu werden – Willkommen in Berlin!

Was man hier so einfach niederschreibt betrifft Millionen von Menschen tagtäglich. Ob nun Berlin oder andere Großstädte und Metropolen.
Und gerade in solchen großen Weltstädten ist die Benutzung des ÖPNV unverzichtbar. Der ÖPNV hält das Leben in der Stadt aufrecht, macht es einfacher und wertvoller, wenngleich manche Personen nur Negatives über den ÖPNV berichten können.

Und auch wenn die Benutzung des öffentlichen Personennahverkehrs für viele unumgänglich ist, möchte ich hier einen kurzen Appell an die vielen Menschen da draußen richten, die jeden Tag die U-Bahn benutzen, sei es nun in Berlin oder anderswo, speziell aber an die Berliner!

SPART EUCH NERVEN.
WIE?
In Berlin (von mir auch woanders) ist es in der Regel so, dass die U-Bahn bei Stoßzeiten einen sehr kurzen Takt hat. Taktzeiten von gerademal vier bis fünf Minuten. Das heißt ich stehe maximal fünf Minuten am Statiönchen, bis die nächste U-Bahn einfährt. Warum aber um Himmels Willen rennen manche Fahrgäste einen Marathon auf dem U-Bahnsteig, springen die Treppen wie ein Känguru hinunter und legen wie ein Leopard eine Bestzeit von Treppe zur U-Bahntür hin, um dann eventuell auch noch die Türen mit Gewalt offen zu halten, obwohl das Signal „bitte zurückbleiben“ bereits ertönt ist??? Langeweile???
Wenn es wirklich so wäre, dass die Taktzeiten 20 Minuten und mehr betragen, würde ich es noch verstehen – OKAY. Aber bei fünf Minuten?
Tut mir Leid. Spart euch die Nerven. Die Sache gelassener angehen. Nur die Ruhe! Die nächste Bahn kommt bestimmt, in maximal fünf Minuten!

SPECIAL FALL:
Folgendes Beispiel: Berlin, U-Bahnlinie U6, Station U-Friedrichstraße.
Die Daisy-Anzeige (Dynamisches Auskunfts- und Informationssystem) auf dem U-Bahnhof zeigt an:
U6 – Richtung Alt-Mariedorf in 8 Minuten
U6 – Richtung Alt-Mariedorf in 9 Minuten

Mag heißen, im Betriebsablauf scheint etwas nicht ganz rund gelaufen zu sein. Die eine Bahn kommt in 8, die andere in 9 Minuten. Der U-Bahnhof füllt sich mit vermeintlichen Passagieren. Der Bahnhof wird voller und voller.
So und jetzt einmal SCHARF nachgedacht: WENN der Zug U-Bahnhof-Friedrichstraße erst in 8 Minuten eintrifft, muss dieser Zug wohl auch im Bahnhof davor verspätet einfahren. Nur logisch ist, dass der Bahnhof VOR der U-Friedrichstraße dann auch mit vielen Menschen gefüllt sein muss. Und: Das zieht sich wohl auch die anderen Bahnhöfen wie ein Rattenschwanz so weiter.

Scharf gedacht die Zweite: Der einfahrende Zug in 8 Minuten am Bahnhof Friedrichstraße muss verdammt viele Passagieren aufnehmen (Schwarzfahrer natürlich auch). Der einfahrende Zug in 8 Minuten muss auf den anderen Bahnhöfen wohl auch viele Leutchen aufgesammelt haben. Schlussfolgerung:  Der U-Bahnzug wird ziemlich gut gefüllt sein […] – könnt ihr mir folgen???

GENAU SO ist es mir geschehen…
Doch was passiert? 98% der wartenden Menschen quetschen sich noch irgendwie möglich in diese total überfüllte U-Bahn. Der Zugführer schäumt schon vor Wut, denn er möchte schnellstmöglichst weiterfahren, um seine verlorene Zeit wieder einzuholen. Aber egal, Schwarzfahrer und Weißfaher drängen in die U-Bahn. Ob Platz oder nicht. ICH WILL DA REIN…!

Nur 2% dieser Menschen sind klüger und warten auf den nächsten Zug, der gerade mal eine Minute später einfährt, und siehe da, fast menschenleer, weil 98% unbedingt in den ersten U-Bahnzug sich drängen mussten.

Also liebe Leser. Dieser Umstand passiert in Berlin bestimmt einige Male. Gehöre auch du zu den Klügeren und warte lieber eine Minute länger, um dann im nächsten Zug schön gemütlich einzusteigen und dabei sogar noch einen Sitzplatz zu erhalten.

Fazit:
Allgemein gesagt, geht die Fahrt im öffentlichen Personennahverkehr gemütlicher, viel gemütlicher an. Das spart unheimlich Nerven. Warum immer Erster sein? Warum immer der Schnellste sein? Warum nicht mal ein wenig Trödeln? Jaja, Zeit ist Geld…und?

Nur die Ruhe!

Bilderquelle Bildtitel: thx to Seppel

Hier zeige ich dir, wie man bei der BVG einige Cents sparen kann.

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seppel

32 Jahre, Sparfuchs, Weil einfach einfach einfach (oder so...)

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