Test: Samsung Galaxy Watch mit LTE

Hier folgt jetzt mein Testergebnis zur Samsung Galaxy Watch mit LTE. Mein erstes Hands-ON habe ich bereits hinter mir. Gekauft im lokalen Elektronik Fachhandel für 329 Euro, war die Galaxy Watch in dem Sinne ein Schnäppchen, denn die Devise lautet natürlich immer noch sparen! Ganz überzeugen konnte mich die Smartwatch leider nicht…

Verarbeitung und Software sind nahezu perfekt. Die Samsung Galaxy Watch läuft mit einem von Samsung selbst erstellten Betriebssytem Tizen. Die clevere Uhr ist natürlich mit einem Android-Handy noch smarter, denn durch die Synchronisation über Bluetooth lassen sich sämtliche Einstellungen für die Uhr auf dem Smartphone tätigen und alle getrackten Daten übermitteln und mit der App S-Health gut verknüpfen. Die Galaxy Watch ist eingeschränkt auch mit einem iOS Handy kompatibel. Auf viele Features muss man dann allerdings verzichten. Die Bedienung und Steuerung des Handgelenk-Geräts ist intuitiv und recht schnell erlernt. Das Gerät überlässt dem Anwender viele individuellen Einstellungen.
Neben dem Aufzeichnen von Schritten, kann das Ührchen noch den Puls aufzeichnen. Samsung wirbt damit, dass auch der Schlaf getrackt werden kann und schlussendlich es dann zur Auswertung herangezogen wird. Das habe ich aber nur ein Mal gemacht, denn das Tragen der Uhr auch nachts erwies sich dann doch als Herausforderung. Bei dem Test konnte man aber klar die Einschlafszeit und die Aufwachphase beobachten. Wer’s mag gerne…

Durch die LTE-Funktion können mit der Galaxy Watch auch Sprachanrufe getätigt und SMS-Nachrichten verschickt werden. Das hat den Vorteil, dass man so auch mal sein Handy zu Hause lassen kann. Wie albern es dann allerdings aussieht, mit seinem Handgelenk ein Gespräch zuführen, steht auf einem anderen Blatt. Ganz abdingbar ist es jedoch nicht, was bestimmt auch seinen Vorteil hat.

Stärken
Der große Pluspunkt ist der verbaute Akku, der so schnell nicht in die Knie geht. Anders als bei der Apple Watch Series 4 muss die Galaxy Watch nicht jeden Tag auf Neue geladen werden, sondern hat in meinem Test locker drei Tage durchgehalten. Die GPS-Ortung ist tadellos, meine absolvierten Trainings, ich nenne sie bewusst Mini-Trainings, wurden fast Meter genau aufgezeichnet. Vergleicht man allerdings die Schrittanzahl mit denen des Handys, zeigten sich doch einige Differenzen auf, die ich so nicht aufklären konnte. Gut gefallen hat mir auch die Steuerung über die Lünette. Mein Testgerät war die 42mmer-Version, die mit 62 Gramm schön leicht ist.

Schwächen
Mein größter Kritikpunkt ist das Fingerabdruck-empfindliche Display.  Ganz klar, ein Touchscreen wird nun mal nicht der Zunge bedient, sondern mit den Wurst-Fingern. Ein so stark empfindliches Display habe ich jedoch selten gesehen. Und es sieht ziemlich doof aus, auf diesem Minidisplay ständig Rückstände von Fingern sehen zu müssen. Klar, sauber machen. Aber das Highlight ist es nun mal nicht. Die mitgelieferten Silikonarmbänder sind jetzt auch nicht so der Hit. Sie sind leicht, gut. Aber diese Rillen am Armband selbst, neigen doch sehr sehr schnell dazu, kleine Krümmelchen zu horten. Sieht nicht schön aus.

Mein Fazit
Mein Gesamtfazit zur Samsung Galaxy Watch fällt äußerst positiv aus. Von einer Skala von 0 bis 100 würde ich 85 Punkte vergeben. In diesem Beitrag sollte es eigentlich keinesfalls um die Apple Watch Series 4 gehen, einen kleinen Vergleich möchte ich dennoch ziehen. Vom Prinzip her sind beide natürlich Smartwatches, aber das quadratische Prinzip bei Apple hingegen der kreisförmigen Lösung von Samsung hat doch so seine Vorteile. Durch das kreisförmige Design lassen sich Nachrichten und generell Texte schwerer erlesen als beim Apfel. Das Verschlussarmband bei Apple ist um Längen besser und angenehmer, als bei den Silikonarmbändern von Samsung. Die Series 4 ist darüber hinaus um bis zu 20% leichter.
Der Vergleich hinkt natürlich irgendwo, war doch die Galaxy Watch mit 329 Euro ein Schnäppchen, bei Apple würde man dafür nur eine halbe Smartwatch erhalten.  Ich muss aber so ehrlich sein und schreibe, müsste ich mich zwischen beiden Geräten entscheiden, und der Preis würde keine Rolle spielen, wäre der Apfel meine erste Wahl.

Brauche ich sowas?
Alles was die Galaxy Watch kann, kann mein Smartphone auch und wesentlich besser (Ausnahmen gibt es natürlich). Am Ende des Tages bleibt die Samsung Galaxy Watch mit der LTE Variante Preis-Leistung-Sieger in dieser Gerätekategorie. Diese recht neue Gerätekatogiere ist für mich persönlich aber eher als Spielzeugkategorie anzusehen, als es wirklich einen signifikanten Mehrwert bietet. Der Mehrwert ist hier und da sicherlich geben, die Galaxy Watch bleibt in meinen Augen eines der besten Geräte auf dem Markt für Spielzeugliebhaber.

In paar kurze Eckdaten zum schwarzen Panther

  • 62 Gramm
  • Amoled Display mit einer Auflösung von 360×360 Pixeln und 1,2 Zoll, Bildschirmdiagonale 3.05 cm
  • 42 mm breit, 45,5 mm hoch, 12,6 mm tief
  • Akku-Kapazität: 270 mAh
  • Prozessor: Exynos 9110 Dual Core Prozessor
  • 4 GB interner Speicher
  • Gehäusematerial aus Edelstahl und Armbandmaterial aus Silikon
  • GPS, Bluetooth und LTE
  • spritzwassergeschützt und Wasserfest (aber bitte nur Süßwasser!)
  • Lieferumfang: Galaxy Watch, Silikonarmband  (in den Größen S und L), Ladestation mit Kabel, Kurzanleitung

Kauft eure Smartwatch nicht irgendwo, sondern vergleicht vorher die Preise, meine Empfehlung immer eine Preissuchmaschine. Diese hier ist mein Favorit.  Doch genug der vielen Worte, nun wird es Zeit für ein kleines Videochen!

Film ab:






seppel

32 Jahre, Sparfuchs, Weil einfach einfach einfach (oder so...)

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