Achtung Kostenfalle! Wie 1blu den Preis um 80 % anhob…
Willkommen auf Seppel-Spart.de! Hier dreht sich alles darum, wie wir im Alltag unser hart verdientes Geld zusammenhalten und gleichzeitig unsere Nerven schonen. Heute habe ich eine Geschichte aus meinem eigenen Leben für euch, die mich in den letzten Wochen extrem viel Zeit, aber am Ende einiges an Geld gespart hat. Es geht um einen der ältesten Tricks der Abo-Wirtschaft: Die schleichende (oder in meinem Fall: galoppierende) Preiserhöhung bei Bestandskunden.
Egal ob Stromanbieter, Handyvertrag, Fitnessstudio oder – wie in meinem Fall – Webhosting: Viele Unternehmen verlassen sich auf die Bequemlichkeit ihrer Kunden. Frei nach dem Motto: „Wer schon 15 Jahre bei uns ist, der kündigt nicht, nur weil es plötzlich teurer wird. Der Wechsel ist doch viel zu anstrengend!“ Genau das dachte sich wohl auch mein langjähriger Hosting-Anbieter 1blu, bei dem ich seit über eineinhalb Jahrzehnten meine Webprojekte hostete. Was dann passierte, ist ein Paradebeispiel dafür, warum wir unsere laufenden Verträge regelmäßig prüfen müssen.
Der Schock: 80 % Aufschlag als „Treueangebot“ getarnt
Eines Tages landete eine Mail in meinem Postfach: Tarifanpassung. Mein bisheriger Tarif kostete mich entspannte 5,11 € im Monat. Ein super Preis für das, was ich brauchte. Doch der neue Preis sollte ab dem nächsten Abrechnungszeitraum satte 9,19 € betragen. Das ist eine Erhöhung von knapp 80 Prozent! Verkauft wurde mir das Ganze natürlich blumig als „Treueangebot“ – regulär würde es ja 14,99 € kosten. Und um den Preisaufschlag zu rechtfertigen, wurden mir einfach massenhaft „Mehrleistungen“ ins Paket gestopft, die ich nie bestellt hatte: plötzlich 500 E-Mail-Postfächer statt vorher weniger, 80 Datenbanken und Unmengen an Webspace.
Das Learning hier für deine Geldbörse:
Lass dich nicht von künstlich aufgeblasenen Paketen blenden! Was bringt mir ein 5-Kilo-Sack Kartoffeln, wenn ich nur Pommes für eine Person machen will? Zahle nur für die Leistung, die du wirklich brauchst.
Nerven sparen: Erkenne, wann Diskussionen sinnlos sind
Mein erster Impuls war: Widerspruch einlegen! Schließlich darf ein Anbieter (gemäß § 315 und § 307 BGB) nicht einfach einseitig die Preise um fast das Doppelte anheben und das mit pauschalen Floskeln wie „gestiegene Kosten“ begründen. Ein Vertrag bedarf immer zwei übereinstimmender Willenserklärungen. Der E-Mail-Verkehr mit dem 1blu-Support war jedoch ein reiner Nerven-Killer. Anstatt auf meine juristisch fundierten Argumente einzugehen, schickte man mir nur kalte Textbausteine. Die Botschaft war klar: „Friss die Erhöhung, wechsle in einen anderen teuren Tarif oder kündige halt.“
Mein Spar-Tipp für deine Nerven:
Wenn ein Kundenservice nur noch mit Standardfloskeln antwortet und null Kompromissbereitschaft bei einem 15-jährigen Bestandskunden zeigt, dann spar dir die Energie für einen Rechtsstreit. Deine Lebenszeit ist zu kostbar. Zieh stattdessen einfach konsequent den Stecker!

Die Bequemlichkeitsfalle besiegen: Mein Wechsel zu Netcup
Viele Menschen bleiben in überteuerten Verträgen stecken, weil sie die Arbeit scheuen. Einen Blog mit Datenbanken, E-Mail-Adressen und Domains umzuziehen, klingt nach einem technischen Albtraum. Und ja, Anbieter wie 1blu kalkulieren diese „Wechsel-Faulheit“ fest in ihre Preiserhöhungen mit ein. Aber ich habe mich nicht erpressen lassen. Ich habe meine Sachen gepackt und bin mit allem zu Netcup.de (Anzeige) umgezogen. Hat es mich einen Nachmittag Arbeit gekostet? Ja. Gab es ein paar technische Hürden (wie DNS-Caches und Dateiberechtigungen)? Definitiv. Aber: Bei Netcup habe ich nun wieder einen transparenten, leistungsstarken Vertrag mit einem ehrlichen Preis-Leistungs-Verhältnis. Aufs Jahr gerechnet spare ich bares Geld und vor allem habe ich das gute Gefühl, mich nicht über den Tisch ziehen zu lassen.
4 goldene Regeln: So sparst du Geld und Nerven bei deinen Verträgen
Aus dieser Geschichte könnt ihr (und ich) einiges für den Alltag mitnehmen. Hier sind meine ultimativen Seppel-Spart-Regeln für Abos und Verträge:
1. Belohne keine Kundenfeindlichkeit
Loyalität zahlt sich in der heutigen Wirtschaft oft nicht mehr aus. Wenn dein Strom-, Internet- oder Hosting-Anbieter die Preise unverschämt anzieht, wechsle! Der Neukundenbonus bei der Konkurrenz ist meist ohnehin viel attraktiver als jedes „Treueangebot“.
2. Prüfe „Zusatzleistungen“ kritisch
Wenn ein Anbieter Preise erhöht und das mit neuen, tollen Features begründet, frag dich immer: Brauche ich das wirklich? Wenn dein Handyvertrag plötzlich 10 € mehr kostet, du dafür aber 100 GB statt 10 GB Datenvolumen hast – du im Monat aber eh nur 5 GB verbrauchst – ist es ein Minusgeschäft für dich.
3. Keine Angst vor dem Wechselaufwand
Die Angst vor dem Wechsel ist oft viel größer als der Wechsel selbst. Heutzutage gibt es Kontowechsel-Services bei Banken, automatische Kündigungshilfen bei DSL-Anbietern und tolle Tools für Website-Umzüge. Lass dich nicht von deiner eigenen Bequemlichkeit zur Kasse bitten!
4. Widerspruch einlegen kostet nichts
Wenn ihr eine Preiserhöhung bekommt: Klickt nicht einfach auf „Akzeptieren“. Ein kurzer Widerspruch per E-Mail ist in 5 Minuten geschrieben. Manchmal (auch wenn es bei 1blu nicht geklappt hat) knicken Anbieter dann ein und bieten euch die alten Konditionen an, nur um euch als Kunden zu halten. Wenn nicht, habt ihr wenigstens klare Verhältnisse für die Kündigung.
Fazit:
Lasst euch nicht zur Melhkuh der Anbieter machen! Prüft eure Kontoauszüge, hinterfragt Preiserhöhungen und traut euch, den Kündigungs-Button zu drücken. Euer Geldbeutel und euer Seelenfrieden werden es euch danken.
Hattet ihr auch schon mal so dreiste Erhöhungen bei euren Verträgen?
