BSW – das komische Ding für den Öffentlichen Dienst

In meinem heutigen Beitrag möchte ich gerne meine Meinung über den BSW loswerden und warum ihr lieber die Finger davon lassen solltet.
BSW was?
Ganz einfach: „BSW. Der Vorteil für den Öffentlichen Dienst„, so lautet jedenfalls das Motto vom BSW.
Weiter heißt es: „Beamte und öffentlich Angestellte sparen hier Geld„. Ob das so stimmt oder eben nicht, möchte ich hier erläutern.

Bsw ist eine Art Bonusprogramm. Du bekommst bei verschiedenen Händlern prozentuale Preisnachlässe.
Beispiel 1: Bei dem Onlinehändler ALTERNATE erhältst du 2% Preisnachlass. Aktion siehe hier.
Beispiel 2: Bei DOUGLAS erhälst du 2% Preisnachlass auf Parfümerie und Kosmetik. Aktion siehe hier.

Das klingt natürlich erstmal alles sehr toll. Warum nicht! Sparen wollen wir doch alle irgendwie. Und wenn wir bessere Preise als die „Nachbarn“ erhalten fühlen uns doch doppelt so gut…naja.

Warum ich davon allerdings gar nicht so viel halte folgt jetzt:

Tatsache No. 1:
Um überhaupt in diesen Genuss dieser Preisnachlässe zu kommen ist zunächst eine persönliche Registrierung beim bsw notwendig!
Das heißt meine persönlichen Daten werden abefragt. Okay, das muss ich bei anderen Anbietern auch machen, jedoch:
Beim bsw erhaltet ihr eine persönliche Kundenkarte. Um diese Preisnachlässe also überhaupt zu erhalten, muss ich meine Kundenkarte einsetzen. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass sämtliche Einkäufe durch den Einsatz der Karte mit „aufgezeichnet“ werden. Was habe ich wo, wann und in welcher Höhe eingekauft.  Fehlt nur noch das Warum. Will ich transparent werden???
Nö, lass mal!!!

Tatsache No. 2:
Preisnachlass ist nicht ganz der richtige Begriff. Reduziert wird der Preis – soweit korrekt. Bei sehr sehr vielen Aktionen wird jedoch dieser Mini-Preisnachlass auf das virtuelle bsw-Konto gutgeschrieben.  Was aus meiner Sicht nichts anderes ist als ein stinknormales Bonuskonto. Ab einem Betrag von zwölf Euro wird dieser angesammelte Betrag dann auf dein Bankkonto überwiesen. Das bedeutet auch wieder, die brauchen dafür meine Bankdaten. Das mag ich gar nicht!

Tatsache No. 3:
Gebühren für die Mitgliedschaft??? Ja ja! Heute ist nichts mehr umsonst. Die Mitgliedschaft kostet (derzeit!) 36,90 Euro im Jahr. Alle zwei Jahre gibt es eine neue Mitgliedskarte für 7,50 Euro. Ganz genau genommen ist das natürlich pillepalle und fällt kaum ins Gewicht. Betrachtet man es rein rechnerisch, sieht die Lage schon wieder anders aus. Um die Mitgliedschaftsgebühr wieder rein zu bekommen müsste man praktisch in Höhe von 1.845 Euro einkaufen (!!!), was man erstmal schaffen muss (bei im Durchschnitt von mir angenommenen 2% Preisnachlass). Natürlich variiert dieser Wert je nach Aktion um Preisnachlass.

Tatsache No. 4:
Jedes Mal wenn ich ein bisschen Geld sparen will, muss ich auf die Webseite vom BSW.de gehen und genau prüfen ob der von mir gewählte Shop überhaupt Preisnachlässe mir gewährt. Das kann dann soweit schon gehen, dass ich bei jedem eventuell neuen Einkauf zuvor immer die Webseite prüfen muss, ob überhaupt Aktionen verfügbar sind. Des Weiteren kommt hinzu das Preisnachlässe zumeist nur auf bestimmte Kategorien und Produkte anwendbar sind. Man verbringt also viel Zeit damit Aktionen und Preisnachlässe zu recherchieren. Für mich käme das überhaupt nicht infrage – jedenfalls nicht für diese geringen Preisnachlässen. Die hier vergeudete Zeit verwende ich lieber anderenweitig – mit spazieren gehen.

Mein Fazit:
Im Großen und Ganzen ist es keine schlechte Idee, nur die Preisnachlässe sind einfach zu gering, und wer möchte schon ständig nach Minirabatten Ausschau halten?

Mein Tipp: Spar dir das!
Nutze deine wertvolle Zeit lieber für andere wichtigere Dinge im Leben, zum Beispiel diesen Blog hier lesen…gell?

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seppel

32 Jahre, Sparfuchs, Weil einfach einfach einfach (oder so...)

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